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Was ist Magnetresonanztomografie (MRT) oder Kernspintomografie (KST)?

Die MRT ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Strukturen und Funktionen von Geweben und Organen im Körper. Grundlage ist die Anwendung von Magnetfeldern und Radiowellen.

Da der Mensch überwiegend aus Wasser besteht, können Wasserstoffatome zur Bildgebung genutzt werden. Der Patient wird im MRT-Gerät, das ein starkes, statisches Magnetfeld aufweist, positioniert. Jedes Wasserstoffatom besitzt ein kleines Elementarmagnetfeld, das sich parallel zu diesem Hauptmagneten ausrichtet. Mit kurzzeitig eingestrahlten Radiowellen wird Energie in den Körper eingestrahlt und die Ausrichtung der Wasserstoffatome je nach eingestrahlter Energiemenge ausgelenkt. Nach Bruchteilen von Sekunden werden die Magnetwellen ausgeschaltet. Die Wasserstoffatome richten sich, abhängig von ihrer chemischen und physikalischen Umgebung, also dem Gewebe (z.B. Knochenmark, Gehirn, strömendes Blut, Nervenwasser), unterschiedlich schnell wieder am Hauptmagnetfeld aus. Dabei geben sie die eingestrahlte Energie wieder ab. Diese wird von sogenannten Spulen empfangen und in einem aufwändigen, mathematischen Verfahren in Bilder umgewandelt.

Wann wurde die MRT entwickelt?

Für die Entdeckung des Grundprinzips der Magnetresonanz erhielt Isidor Isaac Rabi 1944 den Nobelpreis für Physik. Paul Christian Lauterbur produzierte 1973 das erste MR-tomographische Bild. Es folgte 1976 Sir Peter Mansfield. Lauterbur und Mansfield erhielten den Nobelpreis für Physiologie/Medizin 2003.

Welche Anwendungen gibt es?

Geschwülste, Infektionen, Entzündungen, Durchblutungsstörungen, Gefäße, Herz, Prostata, Brust und/oder das Muskuloskelettale System.

Wie stark sind medizinische Magnetfelder?

Zwischen 0,2 und 9 Tesla. Im Vergleich hierzu beträgt z.B. das Erdmagnetfeld zur Navigation mit einem Kompass lediglich etwa 20 Mikrotesla. Grundsätzlich erbringen höhere Feldstärken eine deutlich höhere Bildqualität. In der Radiologie hat sich als Optimum eine Feldstärke von 1,5 Tesla, selten auch 3 Tesla durchgesetzt. Niedrigfeld-Geräte (0,2 Tesla) sind in der Bildqualität erheblich eingeschränkt.

Bei den meisten Geräten beträgt der Röhren­durchmesser 70cm (und damit größer als die bisherigen Standard­geräte!), was auch für übergewichtige Menschen noch ausreichend Platz lässt. Bei Platzangst kann die Untersuchung bei uns nach Vereinbarung auch in Sedierung (also in kontrolliertem Schlaf) durchgeführt werden.

Bild Hersteller

Die MRT ist ein Verfahren, bei dem die Wasserstoffatome in unserem Körper mit Magnetfeldern dazu angeregt werden, eine Art Radiosignal abzugeben. Mit besonderen Antennen werden diese empfangen und in Bilder umgerechnet.

Dazu wird der Mensch zur Untersuchung in eine große Röhre geschoben, in der ein gleichmäßiges Magnetfeld erzeugt wird (20.000-fache Stärke des Erdmagnetfeldes). Vor diesem Hintergrund lassen sich die feinen Veränderungen überhaupt erst messen.

Es wird durch einen Elektromagneten erzeugt. Damit dieser ohne Widerstand elektrischen Strom zu leiten vermag (um das Magnetfeld aufzubauen), muss er in einer Hülle durch das Edelgas Helium auf eine konstante Temperatur von unter -250°C gekühlt werden. So ein MRT-Gerät wiegt um die 5 Tonnen und kann - je nach Typ und Untersuchungszahlen - mehr als 50 Megawattstunden Strom pro Jahr verbrauchen.

Vorteile der MRT:

  • nur mit der MRT sichere Darstellung von Bändern, Sehnen, Knorpel
  • sehr genaue Darstellung von Entzündungen, z.B. des Darmes
  • Darstellung des Blutflusses in den Blutgefäßen
  • keine Strahlenbelastung

Nachteile der MRT:

  • keine Untersuchung bei Herzschrittmacher/Defibrillator
  • ruhiges Liegenbleiben oft schwer für ältere/schmerzgeplagte Menschen

Wann also MRT?

bestens geeignet für alle Erkrankungen von Hirn und Rücken­mark, für alle Gelenk­erkrankungen (Arthritis, Sport­unfälle, Verschleiß), Metastasen bei Krebs­erkrankungen, zahlreiche Gefäß­erkrankungen.

Ablauf der MRT

Bereits bei der Terminvergabe wird darauf Wert gelegt, festzustellen, inwieweit der Patient metallische oder sonstige Fremdkörper (Endoprothesen, Herzschrittmacher, Event Recorder, Defibrillatoren) trägt, die eventuell eine MR-Untersuchung verhindern oder eine besondere Vorbereitung erfordern.

Patienten mit Platzangst können spezielle Termine zur Untersuchung in Sedierung vereinbaren. Hierzu muss man u.a. nüchtern zum Untersuchungstermin erscheinen, nach der Untersuchung noch in der Praxis zur Überwachung bleiben und man darf danach nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Die Details werden bei der Anmeldung geklärt.

Während der eigentlichen MR-Untersuchung liegen Sie in der Regel auf dem Rücken, das Gerät ist mit einem größeren Durchmesser von 70 cm und einem zugelassenen Patientengewicht von 205 kg für die meisten Menschen problemlos zugänglich. Je nach Untersuchungsart muss auch hier gegebenenfalls zunächst ein intravenöser Zugang gelegt werden, um später Kontrastmittel spritzen zu können. Die Untersuchungsdauer beträgt zwischen 15 und 40 Minuten. Bei Untersuchungen der Bauchorgane muss man zwischen zehn und 20 Sekunden lang die Luft anhalten können.