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Was ist Nuklearmedizin/Szintigraphie?

Eine radioaktive Substanz wird dem Patienten verabreicht. Diese ist selbst ein Stoff oder an einen Stoff gekoppelt, der im Körper verstoffwechselt - oder zum Beispiel auch bei Entzündungsprozessen benötigt wird. Mit Detektoren wird die Anreicherung der Substanz im Körper erfasst und mathematisch zu Bildern transformiert.

Was wird untersucht?

Mit dieser Technik wird bei uns im Hause überwiegend die Schilddrüse untersucht. Die anderen Indikationen haben die MRT abgelöst. Einige Untersuchungen kombinieren nuklearmedizinische Verfahren und MRT oder CT, werden aber in vielen Fällen nicht von den Kassen bezahlt beziehungsweise sind Gegenstand der Forschung oder der Universitätsmedizin.

Wann wurde Nuklearmedizin eingeführt?

Carl David Anderson erhielt für die hierfür grundlegende Entdeckung des Positron 1936 den Nobelpreis für Physik.

Was ist der Unterschied zwischen Röntgenstrahlen beim Röntgen oder im CT und Gammastrahlen in der Szintigraphie?

Beides sind elektromagnetische/unsichtbare Strahlungen, die in Atomen entstehen. Röntgenstrahlung entsteht aus Elektronen außerhalb des Atomkerns, Gammastrahlen entstehen aus instabilen Atomkernen.

Diagnostisches Röntgen ist Transmissionsstrahlung. Der Patient wird von außen durchstrahlt, der durchgetretene Strahlenanteil wird zur Bildgebung verwendet.<(/p>

Bei der Nuklearmedizin handelt es sich um Emissionsbildgebung. Hierbei werden die Bilder durch die Aussendung von Photonen aus radioaktiven Substanzen, die der Patient zuvor aufgenommen hat, erzeugt.

Ablauf einer nuklearmedizinische Untersuchungen

Wir führen nuklearmedizinische Untersuchungen der Schilddrüse durch. Die häufigsten Gründe für eine Untersuchung der Schilddrüse sind der Verdacht auf eine Über- oder Unterfunktion, eine Organvergrößerung (“dicker Hals”) oder eine Knotenbildung. Die Szintigraphie gibt Aufschluss darüber, ob es Areale mit vermehrter oder verminderter Aktivität gibt und ob evtl. vorliegende Knoten heiß (d.h. mit Hormonproduktion) oder kalt (ohne Hormonproduktion) sind.
Dies hat einen wesentlichen Einfluss auf die Behandlung. Meist wird die Schilddrüsenszintigraphie in Kombination mit einer Ultra­schall­unter­suchung und einer Blutabnahme zur Bestimmung der Schild­drüsen­hormon­werte im Blut durchgeführt

Für die Untersuchung wird Ihnen eine schwach radioaktiv markierte Substanz gespritzt, die selektiv von der Schilddrüse aufgenommen wird. Nach Ablauf von 20 min. wird dann die Aufnahme von der Schilddrüse im Sitzen von einer Gammakamera gemacht. Die Aufnahmezeit beträgt 5 min. Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich.