| Vertebroplastie
Was
ist die Vertebroplastie?
Die Vertebroplastie ist ein neues schonendes Verfahren zur Behandlung osteoporotischer
Wirbelfrakturen bei älteren Menschen ab ca. 60 Jahren. Dabei wird unter
computertomographischer Kontrolle eine Kanüle in den betroffenen Wirbel
eingeführt. Durch diese Kanüle wird dann unter Sichtkontrolle Acrylzement
in den Wirbelkörper eingebracht wodurch der Wirbelkörper stabilisiert
wird und die Sinterung und damit der Höhenverlust des Wirbelkörpers
zum Stillstand kommt. Die Schmerzen nehmen innerhalb von 24 Stunden nach dem
Eingriff deutlich ab oder verschwinden ganz.
Wann
wird die Vertebroplastie eingesetzt?
Die Vertebroplastie wird zur Behandlung von osteoporotischen Wirbelbrüchen
eingesetzt. Diese durch Knochenschwund bedingten Wirbelbrüche entstehen
meist ohne ein adaequates Trauma und verursachen chronische Schmerzen, da der
betroffene Wirbel langsam immer weiter zusammenbricht. Durch die zunehmende
Verformung des Wirbels wird die Statik der gesamten Wirbelsäule negativ
beeinflusst, so dass Folgeschäden mit Schmerzzuständen auch in anderen
Segmenten entstehen können.
Wie
wird die Vertebroplastie durchgeführt?
Die Vertebroplastie ist ein sogenanntes
minimal-invasives Verfahren, das sehr schonend für den Patienten
durchgeführt werden kann. Zur Überwachung ist jedoch
ein kurzer stationärer Aufenthalt im Krankenhaus erforderlich.
Der Eingriff selbst erfolgt in örtlicher Betäubung in
Bauchlage, die Herz-Kreislauf- und Atemfunktionen werden überwacht.
Eine Narkose ist nicht erforderlich. Die ganze Prozedur verläuft
für den Patienten weitgehend schmerzfrei. Das Vorschieben
der Kanüle in den Wirbelkörper wird laufend mit Computertomographie
und Durchleuchtung kontrolliert, so dass eine höchstmögliche
Präzision der Nadellage erreicht wird. Liegt die Kanüle
korrekt, so wird unter Durchleuchtungskontrolle der chirurgische
Acrylzement appliziert und die Kanüle entfernt.
Nach dem Eingriff muss der Patient 2 Stunden Bettruhe einhalten,
damit der Zement aushärten kann. Es folgt eine stationäre Überwachung,
der Patient darf jedoch aufstehen.
Die Erfolgsquote beträgt ca. 70 – 80% mit Schmerzfreiheit
oder deutlicher Schmerzreduktion.
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Durchleuchtung und CT- Kontrolle bei einer Vertebroplastie.
Erkennbar ist die
Kanüle im Wirbelkörper und der applizierte chirurgische Zement.
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