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Kernspintomographie

Untersuchungen am ganzen Körper incl. MR-Angiographie (Gefässdarstellung)
MR - Mammographie

  Was ist Kernspintomographie?
Die Kernspintomographie oder auch Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von inneren Organen und Geweben, das im Gegensatz zu einer Röntgenuntersuchung nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet. Die MRT stellt derzeit das modernste, schonenste und genaueste Schnittbildverfahren dar und wird noch ständig weiterentwickelt. Neben der fehlenden Exposition mit Röntgenstrahlen hat die Kernspintomographie den Vorteil, dass Schnittbilder nicht nur in einer Horizontal-Ebene sondern in unterschiedlichen Schnittebenen angefertigt werden können.


Sagittalschnitt durch den Schädel mit Darstellung der Gehirnstrukturen


Sagittalschnitt durch die Lendenwirbelsäule. Kleines Neurinom (heller Punkt im oberen Bildabschnitt)

  Wie läuft eine Kernspintomographie-Untersuchung ab?
Während der Untersuchung liegen Sie als Patientin/als Patient auf einer Liege in einem ca. 1,6 m langen Tunnel im Gerät. Vorne und hinten ist der Tunnel offen, über einen Spiegel haben Sie Sichtkontakt zu den Assistentinnen. Bei vielen Untersuchungen kann so gelagert werden, dass der Kopf ausserhalb des Tunnels bleibt. Die Untersuchung dauert ca. 15 - 30 Minuten. Manche Aufnahmeserien dauern hierbei mehre Minuten. Hierbei ist es wichtig, dass Sie absolut ruhig liegen und gleichmäßig atmen, damit die Aufnahme nicht gestört wird. Während der Untersuchung werden von dem Gerät laute Klopfgeräusche erzeugt. Sie haben als Patientin/als Patient hierbei dennoch jederzeit die Möglichkeit, über eine Klingel in der Hand die Untersuchung zu unterbrechen.
Um die Aussagekraft der Bilder zu erh öhen kann es notwendig sein, Ihnen während der Untersuchung ein Kontrastmittel in eine Vene am Arm zu applizieren. Diese sogenannten paramagnetischen Kontrastmittel sind im Allgemeinen sehr gut verträglich, insbesondere treten Unverträglichkeiten noch wesentlich seltener als bei konventionellen Röntgenkontrastmitteln auf.

  Was muss im Vorfeld einer Kernspintomographie beachtet werden?
Die Kernspintomographie arbeitet mit starken Magnetfeldern. Die Stärke des Magnetfeldes, in die der Patient gelegt wird, entspricht hierbei dem eines Magneten, mit dem Autos angehoben und auf den Schrottplatz getragen werden können. Daher ist die Untersuchung für einige Patienten, die Metallteile wie zum Beispiel Herzschrittmacher, Clips nach Operationen von Hirnaneurysmen tragen, nicht geeignet. Von großer Wichtigkeit ist es, dass Sie als Patientin/als Patient vor Betreten des Untersuchungsraumes alle Metallteile (wie z.B. Geldbörse, Schmuck, Zahnprothesen) ablegen. Elektronische Gegenstände, Uhren, Kredit- und andere Chipkarten dürfen nicht in die Nähe des Gerätes gebracht werden, da sie durch das Magnetfeld unbrauchbar gemacht werden können.

  Welche Komplikationen können bei einer Kernspin-Untersuchung      auftreten?
Bei der Kernspintomographie handelt es sich um eine sehr sichere Untersuchungsmethode, die keine Röntgenstrahlen oder Radioaktivität benötigt und somit auch bei häufigeren Kontrolluntersuchungen nicht schädlich ist. Das Magnetfeld wird hierbei im Allgemeinen vom menschlichen Körper nicht wahrgenommen und bereitet weder Schmerzen noch Unwohlsein. Allerdings darf aufgrund der starken Magnetfelder die Untersuchung nicht bei Patienten mit Herzschrittmachern und bestimmten Metallclips durchgeführt werden. Im Zweifel sprechen Sie vorher mit dem zuständigen Arzt am MR.

  Was tun bei Klaustrophobie(Platzangst)?
Aufgrund des relativ offenen Designs unseres Kernspintomographen habe die Patienten relativ selten Probleme mit der Enge. Falls es notwendig ist haben wir jedoch die Möglichkeit die Untersuchung in Zusammenarbeit mit einem Anaethsisten in Sedierung durchzuführen, so dass Sie die Untersuchung “verschlafen”. Eine Narkose ist nicht notwendig. In diesem Fall bitten wir Sie um vorherige Mitteilung bei der Anmeldung, damit wir die Untersuchung entsprechend planen können. Bitte beachten Sie, dass Sie in diesem Fall im Anschluss an die Untersuchung nicht Autofahren dürfen.

  MR - Mammographie
Die dynamische MR-Mammographie hat sich in den letzten Jahren als zusätzliche Untersuchungsmethode in der Diagnostik der weiblichen Brust etabliert. Sie ist in der Lage, Tumoren auch bei Patientinnen nachzuweisen, bei denen aufgrund der Anatomie eine sichere Aussage mittels Mammographie und Sonographie nicht möglich ist. Dies ist insbesondere bei Frauen mit sehr dichtem Drüsengewebe und bei Patientinnen mit voroperierter und/oder bestrahlter Brust der Fall (nach brusterhaltender Therapie bei Mammacarcinom). Die MR-Mammographie ist dabei in der Sensitivität für invasive Tumoren allen anderen Verfahren überlegen.
Von der gesetzlichen Krankenversicherung wird die MR Mammographie derzeit nur bei Patientinnen mit brusterhaltender Therapie nach Mammacarcinom oder bei nachgewiesenen Metastasen eines mit anderen Methoden nicht sichtbaren Mammatumors bezahlt.
Unser Institut besitzt die Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung von MR Mammographien in der gesetzlichen KV.

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Unser Gerät:
Philips NT-Intera 1,5 T.
Mit diesem Gerät können alle kernspintomographischen Untersuchungen einschließlich Angiographie und Brust-MRT durchgeführt werden. Während der Untersuchung können Sie Musik hören. Aufgrund des relativ offenen Designs treten Probleme mit Platzangst selten auf. Für diesen Fall bieten wir jedoch auch die Untersuchung in Sedierung (nach Gabe von Beruhigungsmitteln) an.

Unser Gerät in Achern:
Philips NT-Intera 1,0T. Auch mit diesem Gerat sind alle kernspintomographischen Untersuchungen möglich. Zusätzlich haben wir hier die Möglichkeit ein Ganzkörper MRT als Vorsorgeuntersuchung durchzuführen.