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Durchleuchtungsdiagnostik

Phlebographie
Kolonkontrasteinlauf
Magen-Darmpassage
Spezielle Untersuchungen wie Tränen- und Speicheldrüsengangdarstellung, Fisteldarstellung etc.


  Phlebographie
Die Untersuchung dient zur Darstellung der Venen, meist am Bein. Sie wird durchgeführt zum Ausschluss oder Nachweis einer Thrombose oder zur Therapieplanung bei Krampfadern (Varikose). Hierbei dient die Untersuchung zur Entscheidung ob operiert werden muss oder nicht und wenn ja wie der operative Eingriff erfolgen soll.

Ablauf der Untersuchung
Vor der Untersuchung wird am Fussrücken eine Vene mit einer dünnen Kanüle punktiert. Über diese wird dann Kontrastmittel injiziert und es werden Aufnahmen der Venen des Unter- und Oberschenkels sowie der Beckenetage angefertigt.
Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich, nach der Untersuchung sollten Sie viel trinken damit das Kontrastmittel zügig über die Nieren ausgeschieden wird. Bei starken Krampfadern wird das Bein nach der Untersuchung gewickelt.



Anfertigung einer Röntgenaufnahme des Schädels am Rasterwandstativ

  Kolonkontrasteinlauf
Die Untersuchung wird zur Darstellung des Dickdarmes angewandt. Dabei wird zunächst Kontrastmittel und dann Luft rektal in den Dickdarm eingebracht. Anschliessend werden Röntgenaufnahmen von allen Abschnitten gemacht. Die Untersuchung erlaubt eine sichere Aussage, ob ein Tumor, Entzündungen, Divertikel (kleine Aussackungen der Darmwand), Engstellen oder andere Veränderungen vorliegen. Die Untersuchung ist weniger belastend als eine Spiegelung, es können allerdings methodenbedingt keine Gewebeproben entnommen werden. In manchen Fällen wird die Untersuchung auch zur praeoperativen Planung durchgeführt, damit sich der Operateur eine räumliche Vorstellung von den zu erwartenden anatomischen Verhältnissen machen kann.

Vorbereitung
Am Tag vor der Untersuchung sollten Sie nichts mehr Essen. Sie dürfen klare Flüssigkeiten zu sich nehmen, auch Suppe (Fleischbrühe). Ab Mittag sollten Sie das verschriebene Abführmittel Fleet-Phospho-Soda wie im Beipackzettel beschrieben zur Darmreinigung einnehmen. Eine gründliche Darmreinigung ist bei dieser Untersuchung Voraussetzung für eine zuverlässige Diagnostik!

  Magen- Darmpassage (MDP)
Die Magen-Darmpassage wird zur Darstellung des Magens, des Zwölffingerdarms und der oberen Dünndarmabschnitte durchgeführt. Seit Einführung der Magenspiegelung wird die Untersuchung seltener durchgeführt, sie ist jedoch bei der Darstellung von Zwerchfellbrüchen, Reflux von Mageninhalt in die Speiseröhre, den anatomischen Beziehungen zur Umgebung sowie bei bestimmten Tumoren des Magens der Gastroskopie überlegen. Die Gastroskopie zeigt besser entzündliche Veränderungen der Magenschleimhaut und Magengeschwüre.

Vorbereitung
Am Abend vorher leichte Kost, am Untersuchungstag bitte nüchtern kommen, auch keine Flüssigkeit zu sich nehmen (Zähneputzen!).

  Dünndarmpassage nach Emons
Diese Untersuchung dient der Darstellung des Dünndarms. Die häufigste Indikation stellen dabei entzündliche Darmerkrankungen dar. Bei dieser Untersuchung muss zuerst Kontrastmittel und danach noch ein Verdünnungsmittel (Hydroxymethylzellulose) getrunken werden. Es entsteht dann eine Doppelkontrastdarstellung des Dünndarms, bei der Veränderungen der Schleimhaut gut zu identifizieren sind. Dieses Verfahren ersetzt in den meisten Fällen die belastendere Darstellung über eine Nasensonde, die durch die Speiseröhre und den Magen bis in den Dünndarm vorgeschoben werden muss (Darstellung nach Sellink). Die Untersuchungsdauer richtet sich nach der Passage und dauert zwischen 45 Min. und ca. 3 Std. (wobei Sie zwischendurch aufstehen und Pause machen dürfen).

Vorbereitung
Am Abend vorher leichte Kost, am Untersuchungstag bitte nüchtern kommen.