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Computertomographie

Untersuchungen des Schädels, des Skeletts, der Lunge und des Bauchraums
Gefässdarstellung (CT - Angiographie)


  Was ist eine Computertomographie?
Die Computertomographie, kurz CT wurde Ende der 70er Jahre in die klinische Diagnostik eingeführt und hat die Röntgendiagnostik revolutioniert wie kaum ein anderes Verfahren. Zum erstenmal war es möglich ins Körperinnere zu sehen ohne Operation und ohne ein Instrument einführen zu müssen (nichtinvasive Diagnostik). Das Grundprinzip der Computertomographie hat sich bis heute nicht wesentlich geändert: ein System aus Röntgenröhre und gegenüberliegenden empfindlichen Detektoren rotiert während der Aufnahme um den Patientenkörper. Aus den Daten werden mit einem Computer Querschnittsbilder errechnet, welche von einem Radiologen einzeln betrachtet werden. Auf diese Weise kann der ganze Körper scheibchenweise im Querschnitt abgebildet werden. Ähnlich wie auf Röntgenbildern stellen sich Knochengebilde zum Beispiel sehr hell dar, Luft dagegen ist im Allgemeinen schwarz dargestellt. Die Scheibchendicke kann nahezu frei gewählt werden, und wird den zu untersuchenden Strukturen angepasst.
Aus den einzelnen Scheiben lassen sich mit Hilfe eines Computers sekundär multiplanare und dreidimensionale Bilder erstellen

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Schnitt durch den Oberbauch mit Nachweis von Gallensteinen


CT Bild der LWS mit Normalbefund der Bandscheibe


  Was ist ein Spiral -CT?
Die neuere Generation der Computertomographen zeigt zwei ganz entscheidende Vorteile: Das Röntgenröhren-Detektorsystem rotiert im Gegensatz zu den älteren CTs doppelt so schnell und kontinuierlich um den Patienten. Während früher Schicht für Schicht aufgenommen werden musste und die Untersuchung etwa 30 - 45 Minuten dauerte, können heute in wenigen Sekunden ganze Körperteile (z.B. der ganze Brust- oder Bauchraum) untersucht werden.

  Was bedeutet der Geschwindigkeitsvorteil für den Patienten?
Die hohe Geschwindigkeit der Spiral-CT kann verschieden genutzt werden. In erster Linie ist es für den Patienten angenehmer, nur eine kurze Zeit im Gerät liegen zu müssen. Durch die neue Technik lassen sich jedoch auch Gefässe darstellen, so dass in vielen Fällen auf eine konventionelle Angiographie verzichtet werden kann.

  Wird weiterhin Kontrastmittel benötigt?
Die Geschwindigkeit der neuen CT-Generation verändert nichts daran, dass die meisten Erkrankungen besser mit Kontrastmittel, teilweise sogar nur mit Kontrastmittel erkannt und dargestellt werden können. Auf die Gabe von Kontrastmittel kann also weiterhin nur selten verzichtet werden. Aber: je schneller das CT, desto weniger Kontrastmittel wird benötigt. Auch darin liegt ein Vorteil der neuen Technik.

  Ist das Kontrastmittel gefährlich?
Röntgenkontrastmittel sind heute sehr verträglich und führen nur in sehr seltenen Fällen zu Unverträglichkeitsreaktionen. Diese Reaktionen bestehen in über 90% nur aus vorübergehenden Hauterscheinungen mit Quaddelbildung. Ernstere Reaktionen wie Kreislaufreaktion oder Atembeschwerden sind noch viel seltener. Die Kontrastmittelgabe wird vor der Untersuchung mit Ihnen besprochen, insbesondere werden Sie nach Risikofaktoren für eine Unverträglichkeitsreaktion befragt. Liegt eine solche bei Ihnen vor, haben wir die Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit einer solchen Reaktion durch ein Praemedikation mit antiallergischen Medikamenten weiter zu senken, bei Hochrisikopatienten ist ein Anaesthesist waehrend der Untersuchung zu Ihrer Sicherheit anwesend.

  Ist eine Computertomographie für mich sinnvoll?
Im Allgemeinen gilt: eine Computertomographie darf nur dann durchgeführt werden, wenn zu erwarten ist, dass damit wertvolle und notwendige Information für eine Diagnosestellung gewonnen wird. Dies entscheidet der Arzt eines Patienten und fordert eine Computertomographie mittels Überweisungsschein an. Der Radiologe schließlich führt die Untersuchung durch und stellt aus den gewonnenen Bildern eine Diagnose. Nicht in jedem Fall ist die neue Technik notwendig und auch sinnvoll. Viele Erkrankungen sind genauso gut (oder manchmal auch besser) mit der "älteren" Technik zu erkennen. Diese Entscheidung trifft der Radiologe, der dafür eine spezielle Ausbildung hat.


Unser Gerät: Toshiba Aquilion.
Ein 64 Zeiler CT der neuesten Generation. Hier können auch CT – Koronarangiographien und virtuelle Endoskopien durchgeführt werden sowie Niedrigdosis – Untersuchungen durchgeführt werden.

  Osteoporosemessung (quantitative Computertomographie)
Die Osteoporose stellt eine weit verbreitete Erkrankung dar und betrifft vorwiegend Frauen nach der Menopause. Zur Prophylaxe und Therapie stehen heute wirksame Medikamente zur Verfügung. Bei Risikopatienten oder Patienten die bereits von der Erkrankung betroffen sind (z.B. durch Knochenbrüche nach Bagatelltraumen, Sinterung der Wirbelkörper) kann mittels der quantitativen Computertomographie der Kalksalzgehalt im Knochen bestimmt werden. Dies hilft Ihrem Arzt zu entscheiden ob bei Ihnen eine Therapie nötig ist oder nicht bzw. hilft unter Therapie zu überwachen, ob ein Erfolg eingetreten ist.
Die Untersuchung dauert etwa 10 min.
Derzeit wird die Osteoporosemessung von den gesetzlichen Krankenkassen nur bezahlt wenn bereits osteoporotische Frakturen vorliegen. Wenn Sie die Untersuchung zur Prophylaxe durchführen lassen wollen, müssen Sie die Kosten von 30 € selbst tragen.